Nymphenburg ist ein im Münchner Westen liegender Stadtteil, der sich von Pasing-Obermenzing im Westen bis Neuhausen im Osten, und vom Westfriedhof und Moosach im Norden bis zu den Gleisanlagen Hauptbahnhof-Pasing im Süden erstreckt.
Das Schloss Nymphenburg ist nicht nur Namensgeber, es ist auch Markenzeichen des Stadtteils. Beeindruckend sind neben dem barocken Schloss mit seinen weit ausladenden Garten- und Parkanlagen die auf dem Areal stehenden architektonischen Schmankerl Amalienburg, Pagodenburg, Badenburg und Magdalenenklause. Im Schloss befinden sich das Marstall-Museum, die Porzellanmanufaktur Nymphenburg und das Museum Mensch und Natur. Zahlreiche architektonische Zeugen gründerzeitlicher Architektur befinden sich in der Peripherie der Schlossanlagen, besonders augenfällig beiderseits des Nymphenburger Kanals. In Nymphenburg entstanden Ende des 19. Jahrhunderts repräsentative Villenviertel, zum Beispiel in den Stadtvierteln Gern und Neuwittelsbach mit einer vom Jugendstil beeinflussten Villenkolonie.
Der Nymphenburger Schlosspark, der angrenzende Botanische Garten mit Palmenhaus und der Hirschgarten, allgemein gehandelt als schönster und größter Münchner Biergarten, sind attraktive Fluchtpunkte für Touristen und Münchner Bürger gleichermaßen.
Die historischen Betrachtung des Stadtteils bezieht sich hauptsächlich auf das Schloss Nymphenburg. Wer dem Schloss und damit dem Stadtteil Nymphenburg seinen Namen gab, Kurfürstin Henriette Adelaide oder ihre Mutter Christine, ist nicht zweifelsfrei auszumachen. Die erste Nennung des Namens Nimpfenbourg (Burg der Nymphen) wird in's Jahr 1675 datiert. Auch der Akt vor dem Bau des Schlosses ist dokumentiert. Demnach schenkte Kurfürst Ferdinand Maria seiner Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen anlässlich der Geburt des Kronprinzen Max Emanuel die Schwaige Kemnat. 1664 erfolgte mit der Aushebung des Grundes der Start für den Mittelbau des Nymphenburger Schlosses. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden die restlichen Gebäude errichtet und die Gärten angelegt. Das Schloss war Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige. Auf Anregung des Kurfürsten Karl Theodor entstand 1780 der Hirschgarten. Nymphenburg mit Hirschgarten wurden 1899 nach München eingemeindet.
Die nachstehenden Angaben sind bezogen auf den Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg.
Der Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg umfasst eine Fläche von rund 1.300 ha.
Zuletzt wurden im Stadtbezirk 82.000 Bürger gezählt. Davon entfallen ca. 17% auf SeniorInnen über 65 Jahre und ca. 13% auf Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Von ca.53.000 Haushalten sind ca. 59% Single-Haushalte, ca. 27% kinderlose Mehrpersonen-Haushalte und ca. 14% Haushalte in denen auch Kinder wohnen.
Etabliert sind Handels- und Dienstleistungsunternehmen und Verwaltungen von öffentlichen Einrichtungen und Trägerschaften.
31 Schulen bietet der Stadtteil an, davon zehn Volksschulen, eine Volksschule für Behinderte, drei Realschulen, fünf Gymnasium, eine Sonstige Allgemeinbildende Schule und elf Berufliche Schulen. Musisch und kulturell orientierten Bürgern stehen neun öffentliche Bibliotheken, sechs Museen, vier Theater und ein Kino zur Verfügung.
Die medizinische Versorgung der Bürger im Stadtbezirk gewährleisten ca. 270 Ärzte und Therapeuten, ca. 85 Zahnärzte und Kieferorthopäden, 27 Apotheken und sechs Krankenhäuser. Sieben Altenheime und 48 Kindertageseinrichtungen bieten ihre Betreuungsplätze an.
Relaxen und Sporteln können die Bürger auf rund 350 ha Erholungs- und Sportflächen mit 27 Sportanlagen und einem Freibad.
Unternehmen aus München und Umgebung können im kostenlosen branchenbuch München fünf Einträge kostenlos schalten.